Sonntag, 3. Juni 2012

Die verseuchte Bratwurst - Jürgen Seyfarth

Als ich das Buch "Die verseuchte Bratwurst" vom Frieling Verlag als Rezensionsexemplar angeboten bekam konnte ich nicht nein sagen, allein schon die Bratwürste auf dem Cover führten dazu, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte, aber auch der Untertitel: "Skurrile Kurzgeschichten aus der Provinz", sprach mich an, komme ich doch selbst aus der Provinz und könnte da so einige Geschichten erzählen.

Enthalten sind in diesem Buch 11 Kurzgeschichten, die von älteren Damen beim Kaffeekränzchen, von denen zwei jedoch Geister sind, bis zu einem Bratwurstfest bei dem sich die Menschen in drei verschiedene Tiere gleichzeitig verwandeln, reichen, wieso das erfährt man im Buch. Das ist es aber auch schon, was mich am Buch gestört hat, ich hatte mit wahren, skurrilen Geschichten aus dem Landleben gerechnet, was man hier erhält sind jedoch Phantasiegeschichten mit Verwandlungen, lebenden Toten, Unerklärlichem und vielem aus diesem Bereich mehr. Gerade da der Autor Jürgen Seyfarth selbst vom Land kommt hätte ich mir realistische Kurzgeschichten gewünscht, aber vielleicht ist das ja eine Anregung für ein weiteres Buch.

Mir hat das Buch im Ganzen recht gut gefallen, es ist gut und kurzweilig geschrieben, also auch passend zur Jahreszeit etwas für den Liegestuhl, die eine Geschichte macht einen nachdenklich, die nächste bringt einen zum Schmunzeln, insgesamt erhält man hier also eine bunte Mischung von Kurzgeschichten, bei denen für jeden etwas dabei sein sollte.

Sein Zielpublikum, die Menschen im Herbst ihres Lebens merkt man diesem Buch jedoch an, nicht nur das alle Protagonisten in diesem Alter sind, was mich nicht gestört hat, auch der Inhalt der Geschichten spricht, so denke ich, hauptsächlich diese Zielgruppe an und das Buch ist in einer recht großen Schriftart gedruckt, so dass auch Menschen im Herbst ihres Lebens der Eitelkeit wegen noch auf die Lesebrille verzichten können.

Dies ist sicher kein schlechtes Buch, wenn man diese Art von Literatur mag, ich würde es dennoch eher Menschen mittleren Alters empfehlen, denn das man in meinem Alter nicht unbedingt die Zielgruppe ist merkt man an einigen Stellen doch.

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