Freitag, 24. August 2012

Gott Vater - oder warum es uns gibt - Kuki Schmitz

Gott Vater - oder warum es uns gibt - Kuki Schmitz
Nein nein, keine Angst, ich will hier niemanden zu irgendeiner Religion bekehren, ich möchte euch einfach nur ein Buch vorstellen, aber nicht irgendeines, sondern eins, das es schafft Religion und Satire zu vermischen. Religion mal aus einem satirischen Blickwinkel betrachten finde ich ohnehin gut, man sollte das Thma auch nicht zu ernst nehmen, denn was dann daraus wird sieht man ja immer wieder im Fernsehen.

Kuki Schmitz schreibt in seinem Buch "Gott Vater - oder warum es uns gibt" eine etwas andere Geschichte über die Schöpfung und wie der Mensch ins Spiel kam. Laut ihrer Geschichte gibt es die Schöpfung nämlich schon länger als nur 7 Tage und diese wird auch immer akribisch von Gott Vater und seinen Helferlein überprüft, denn Gott Vater will, dass alles perfekt ist und er hasst Veränderungen, darum dürfen auch weder Jesus, noch sein Bruder, die mit ihm auf dem Schöpfungsplaneten leben, eingreifen. Die Einzigen, die handlungsberechtigt sind, sind seine vielen Computer, die aber auch nur machen, was Gott ihnen befiehlt. Jesus darf nur ein wenig am Computer simulieren, wie es wäre, wenn er etwas ins Universum setzen würde und Gottes Bruder hat ein kleines Planetensystem, das für die Schöpfung recht unerheblich ist übertragen bekommen, wo er schalten und walten darf, wie er will, aber natürlich überwacht Gott Vater, der alte Kontrollfreak, auch dieses. Zudem wird Gottes Vater dieses Stückchen des Universums auch noch zurückfordern, denn in diesem werde die Menschen erschaffen.

Insgesamt ist diese Geschichte zwar sehr gut gestrickt und wie es zur Erschaffung des Menschen kam hätte ich so wirklich nicht erwartet, aber eine richtig packende Story hat diese Satire natürlich nicht. Dafür hat Kuki Schmitz sein Universum sehr liebevoll und detailgetreu gestaltet, was mir sehr gut gefällt. Eine nicht unerhebliche Nebenrolle spielen zum Beispiel Erbsen, die fallen nämlich nie zufällig von der Gabel, oder dem Teller, kann ich euch sagen. Auch das Gott und seine Familie Laster, wie das Rauchen, haben fand ich amüsant und die Erschaffung von Refizul, Gottes Gegenspieler kann wohl als großer Fehler des Perfektionisten gesehen werden. Gott insgesamt ist sehr schrullig und es fiel mir wirklich schwer ihn zu mögen. So gut das Buch geschrieben ist, es ist satirisch und keine Komödie, das sollte man beim Kauf bedenken, laut auflachen musste ich an vielleicht zwei Stellen des Buches.

Dieses Buch ist endlich mal etwas anderes als man es sonst gewohnt ist und bietet einen interessanten, neuen Blick auf die Religion, wobei man es natürlich nicht ernst nehmen darf, das gefällt mir sehr gut und so bleibt mir nur es euch für einen gemütlichen Sonntag, auf dem Sofa, weiter zu empfehlen.

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