Montag, 1. Oktober 2012

Worm - Mark Bowden

Der erste digitale Weltkrieg
Ich habe mal wieder ein Buch über Blogg dein Buch zum Rezensieren erhalten. Das Buch Worm, geschrieben von Mark Bowden, erschienen im Berlin Verlag, handelt vom ersten digitalen Weltkrieg. Digitaler Weltkrieg? Noch nie gehört? Das geht den meisten Menschen so und das obwohl es hier keineswegs um Science Fiction geht, sondern es sich um ein auf Tatsachen beruhendes Buch handelt. Doch wer kennt sich heute schon wirklich mit Computern aus? Mit Netzwerken? Mit dem Internet? All das ist da und wir wissen es zu benutzen, aber verstehen werden es wohl die wenigsten und so geht es auch mir, sobald es etwas komplexer wird brauche ich Hilfe und so versprach ich mir viel von diesem Buch von Bowden, über den ersten digitalen Weltkrieg, denn es dürfte interessant sein mal in diese anderen Welten einzutauchen und wenn ein Laie auf diesem Gebiet, denn Bowden ist eigentlich Journalist, darüber schreibt, so sollte es wohl auch für jeden verständlich sein.

Hauptfiguren des Buches sind die X-Men, eine Gruppe von Hackern, die jeder andere wohl als Aussenseiter belächeln würde. Sie alle arbeiten im Bereich Internet-Sicherheit und sind die besten ihres Faches. Zusammenschließen zu den X-Men mussten sie sich, weil es eine ganz neue Bedrohung im Internet gab, den Wurm Conficker, der ein Botnetz in nie dagewesener Größe geschaffen hatte und damit theoretisch das ganze Internet abschalten könnte und somit die Welt, wie wir sie heute kennen. Da diese Männer über besondere Fähigkeiten im Bereich Computer Netzwerke verfügen, vergleicht Bowden sie mit den X-Men und leitet auch jedes Kapitel mit einem Zitat aus X-Men ein, was immer wieder sehr treffend ist und gleich zu Beginn einen guten Überblick über die Wendungen des Kapitels gibt. Die X-Men haben, wie man es kennt, aber natürlich auch Gegenspieler und in diesem Fall starke Gegenspieler, die einen Wurm erschaffen haben, der bis heute nicht ganz besiegt werden konnte, aber den Kampf dagegen, den gibt es in diesem Buch, mit allen Höhen und Tiefen.

Schon zu Anfang des Buches fällt mir auf, dass die Sprache sehr technisch ist. Obwohl Bowden nicht aus dem Computer-Genre kommt scheint er sich etwas zu tief in diesen Bereich eingearbeitet zu haben, denn ich kann seinen technischen Beschreibungen immer wieder nicht folgen und sie langweilen mich auch. Die Geschichte der Geeks, die die Welt verteidigen und retten wollen ist dafür schön erzählt, wenn bloß nicht immer diese technischen Unterbrechungen wären. Das Buch hat mehr Action, als ich erwartet hätte und das man Originalmails der Handelnden lesen kann macht sie noch greifbarer und ihre Persönlichkeit noch klarer, auch wenn die Gruppe der Weißhüte (der guten Hacker), die das Zentrum dieser Gecshichte sind, meiner Meinung nach zu groß ist, ich komme mit den vielen Namen nicht klar und schmeiße sie immer wieder gedanklich durcheinander, was an einigen Stellen des Buches zu großer Verwirrung führte.

Auf Grund der vielen technischen Erklärungen gepaart mit der großen Gruppe von Handelnden, über die man einen Überblick behalten muss, würde ich dieses Buch nur technisch sehr interessierten Lesern, am Besten mit Vorkenntnissen in Bezug auf Netzwerke und das Internet, empfehlen, denn alle anderen würden vermutlich, genauso wie ich, überfordert durch die technischen Zusammenhänge und die große Gruppe der Handelnden und so kommt trotz eigentlich hochinteresantem Plot keine wirkliche Lesefreude auf.

Von mir gibt es damit leider nur 2 von 5 Sternen für dieses Buch. Wer es dennoch erwerben will kann dies hier tun.

1 Kommentar:

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