Freitag, 11. Januar 2013

Ansgar Oberholz - Für hier oder zum Mitnehmen?

Buchcover in rot, grau
Das Buch "Für hier oder zum Mitnehmen" aus dem Ullstein Verlag ist mal wieder eines dieser Bücher, die ich über Blogg dein Buch kennenlernen durfte. Das Buch sprach mich sofort vom Titel her an, klar, ist das doch eine Frage, die ich an Arbeitstagen auch hundertfach stelle. Zudem versprach das Buch skurrile Geschichten aus einem Berliner Cafe und das konnte ich mir wohl vorstellen, dass da so allerhand zusammen kommt.

Zunächst dachte ich noch es handele sich hier um ein fiktives Buch, über ein fiktives Cafe, doch weit gefehlt, denn Ansgar Oberholz, der Autor, ist Betreiber des St. Oberholz, einem In-Cafe für vor allem kreative Köpfe. Es liegt im Haus des alten Aschingers in Berlin Mitte, am Rosenthaler Platz.

Das Buch beginnt ganz zu Anfang, als der Protagonist, ein Ich-Erzähler, mehr zufällig als gewollt auf das alte Aschinger stößt, sich sofort in das Gebäude verliebt und dann beschließt dort ein Cafe aufzumachen. Ein ganz neues und individuelles Cafe soll es werden, wie es kein zweites gibt, sowohl von der Einrichtung, wie auch von den Strukturen, wünscht er sich doch eine flache Hierarchie. Da die Entscheidung etwas überstürzt ist und er über keine gastronomische Erfahrung verfügt, dafür aber in vielen anderen Tätigkeitsfeldern bereits gescheitert ist, bringt vor allem der Anfang des Cafes viel Stress und einige Missstände mit sich. Die Eröffnung findet kaum rechtzeitig statt, die gerade frisch ausgewählten Angestellten tanzen ihm auf der Nase herum, das Cafe wirft keinen Gewinn ab, die Rechnungen können kaum bezahlt werden und die behördlichen Genehmigungen sind auch noch nicht alle zusammen, obwohl einfach schon mal eröffnet wurde.

Es herrscht also kurz gesagt Chaos im neu eröffneten Cafe und dazu kommen nun auch noch jede Menge skurriler Gäste mit ihren Eigenheiten, Handelsvertreter und Bettler. Natürlich macht auch von diesen jeder was er will.

Das Buch beschreibt sehr anschaulich den harten, aber doch erfolgreichen Weg, den das St. Oberholz ging und wie es erfolgreich werden konnte, trotz einigen Rückschlägen am Anfang.

Das klingt jetzt erstmal alles sehr theoretisch und auch langweilig, aber die Anekdoten und Geschichten, die hier zu einem Buch zusammengefasst wurden sind einfach ansprechend, lustig und machen Spaß am Lesen. Man kann sich richtig gut in die Situationen hineinfühlen und sich vorstellen, dass sie genau so passiert sind. Ich hatte wirklich Probleme damit das Buch aus der Hand zu legen, auch wenn es keine richtige Handlung und erst recht keinen Spannungsbogen gibt, so weiß es trotzdem so gut zu unterhalten, dass man immer das nächste Kapitel lesen will. Besonderheit ist hier auch ganz klar, ich kam schnell in die Geschichte rein und war direkt von der ersten Seite an von dem Buch überzeugt, was mir nur sehr selten so ergeht.

Von mir bekommt das Buch also 5 von 5 Sternen, eine absolute Leseempfehlung für alle die Gastronomie mögen, Interesse an dieser haben, oder selbst in dieser arbeiten.

Bestellt werden kann es gleich hier.

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